Neuigkeiten aus dem tantrischen Leben

Mann und Tantra – im März 2019 veröffentlicht im Tantranetz

In deutschen Tantra-Kreisen gibt es viele Strömungen, Entwicklungen und Ideen.

Es gibt inzwischen ausgeprägte Frauenkreise, Kombinationen aus BDSM und Tantra, Polyamorie-Tantra, es gibt sogar Swinger Clubs, die tantrische Massagen anbieten. Alles schön und gut – nur …. was ist Tantra?

Tantra ist eine Bewusstseinslehre, deren Wurzeln 5000 Jahre alt sind und deren letzte Hoch-Zeit in Indien mehr als 700 Jahre zurückliegt und nichts mit der „alternativen Konditionierung westlich verkorkster Christen“ zu tun hat, so wie sie hier in Deutschland betrieben wird.  Dem Mann wird seine „aufdringliche Bedürftigkeit“ ausgeredet. Der Frau werden die weibliche Urkraft und die authentische Emanzipation nahegebracht, weil das nun mal dazugehört, wenn man „Tantra“ macht.

Tantra ist in Wirklichkeit da angekommen, dass es sich als Reparaturbetrieb einer Gesellschaft begreift, die eine repressive und konsumorientierte Sexualität lebt. Es wird praktisch nur noch als „erotische Massage“ in der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen und seine wirklich spirituelle Bedeutung und grenzenlos revolutionäre Anarchie zumindest in der interessierten Öffentlichkeit komplett ignoriert.

Ich erkenne dies an, akzeptiere es aber nicht für meine Arbeit.

Der Kaschmirhirsche Shivaismus ist Ausgangspunkt meiner Arbeit und ich arbeite gern mit Männern. Es sind die Rituale, die Klarheit, das Archaische, die Tantrische Bruderschaft und die jungenhafte Nacktheit – das Spiel mit dem, was ich vor fast 50 Jahren im Wald mit Jungen erlebt habe. Es ist eine kraftvolle Solidarität. Gemeinsam sprechen wir über unsere Lingam-Kraft; wir werden weich und zart. Wir sprechen von unserer sexuellen Biographie; wie wir uns entwickelt haben, was wir empfinden, wenn wir uns mit Shakti vereinigen, was unsere Mission als „Neuer Mann“ ist. Wir spiegeln uns, stecken die Köpfe zusammen und tanzen nackt ums Feuer.
Jeder hat seinen Stab – eigentlich ist es der dreizackige Speer des Shiva – wir leben unsere Kraft und zeigen unsere Zartheit.

Ich habe immer die weiblichen Tantrika beneidet um diese verschworene Solidarität, diese Weiblichkeit. Ich habe immer gedacht: „lauter Kalis mit abgeschnittenen Köpfen am Gürtel“ und ihre Weichheit, diese starke emotionale Zärtlichkeit! Fasziniert war ich von dieser natürlichen kraftvollen Sexualität der Dakinis. Und habe mir immer gewünscht, dies als Mann, als Shiva zu leben – nach der Devise: „Was ihr könnt, können wir schon lange, denn wir leben die Non-Dualität“.

Diese Entwicklung hat gerade erst begonnen in Deutschland. Mit Frank Fiess, David Deida, den Herzenskriegern, mkp, MannSEIN, Männerkongress Berlin – alles Schritte in diese Richtung!

Der neue Mann kann sich meiner Meinung nach am effektivsten als tantrischer Shiva zeigen. Er kann seinen Platz in der Paarbeziehung und in der Gesellschaft neu definieren – egal ob er heterosexuell, bisexuell oder homosexuell lebt. Diese Kategorien sind sowieso nur Krücken, weil die Anderen dich in eine Schublade stecken möchten, die Du selbst nie gebraucht hast. Weil Du ein Mann bist, ein Naturwesen aus Fleisch, Muskeln, einem Herz und einem Lingam – alles in allem ein Naturwesen, das sich nur mit Shiva vergleichen kann.Diesen Weg will ich mit meiner Arbeit fortsetzen.

 

Christoph Ganesha Lauterbach

 

 

Brief an den Massagegast vom 20. Januar 2019

Lieber D_ _ _ ,

ich hoffe, Dir ist nichts zugestoßen, sondern Du hast NUR kalte Füße bekommen.

Das könnte ich gut verstehen. Ich hätte mir nur gewünscht, Du hättest mich informiert.

Weißt Du, ich habe Dir diesen Termin am Sonntagnachmittag gern angeboten.

Es schien wichtig zu sein.

Ich hätte ansonsten den gemeinsamen Sonntag mit meinem Liebsten nicht unterbrochen.

Ich habe mich in den Stunden vor dem gemeinsamen Termin emotional vorbereitet, überlegt, wie ich Dich am besten begleite, was für Dich wichtig sein könnte.

Ich habe den Raum geheizt, geschmückt, Öl erhitzt, Musik ausgesucht, Wäsche parat gelegt, das Bad vorbereitet, mich geerdet und geklärt, nochmal geduscht, Kerzen angezündet ... aus dem Fenster geschaut und all die Sonntagsspaziergänger in der Alstersonne vorbeiziehen sehen.

14:00 ... 14:10 ... 14:20 ... kein Klingeln keine Nachricht. Auch nicht auf Nachfrage.

Später habe ich die Kerzen ausgemacht und die Musik, das Öl abkühlen lassen, eben was ich für deinen Termin brauchte wieder weggeräumt.

Die Sonne war fast weg ...

Mein Liebster und ich hatten den Nachmittag jeweils alleine verbracht.

Eine Tantramassage ist etwas besonderes.

Für mich jedenfalls.

Karla

 

Shivas Delight – Workshop 29. - 31. März 2019 in Hamburg

Wir feiern gemeinsam im Kreis der Männer unsere Shiva-Energie.

Wir tanzen gemeinsam, wir sprechen über unsere sexuelle Biographie.

Wir berühren einander und massieren uns gegenseitig.

Wir sprechen und tauschen uns aus über unser MannSEIN.

Die Teilnehmerzahl ist auf 8 Männer begrenzt.

 

Ort des Workshops:
Nayoki Yogazentrum

Hartzlohplatz 11

Hamburg - Barmbek

 

Die Kosten für Workshop und leckerem ayurvedischen Catering betragen insgesamt 300,- €  

Für Fragen und Anmeldungen melde Dich gern bei mir über post@koerperarbeit-lauterbach.hamburg

Ich freu mich auf Dich

Ganesha
+49 17 33 50 90 18

 

Podcast im WDR5: Viele Vorurteile, kein Sex, nur Tantra

Eigentlich ist Tantra eine komplexe indische Lebensphilosophie. Wir kennen es aber vor allem in Form von Massage-Studios. Hier wird der ganze Körper massiert, auch die Geschlechtsorgane. Ein Selbstversuch. .... anhören

 

Tantrakongress 2018 – Karla und Ganesha im Interview mit Ingrid Niedermayr

Der online Tantrakongress startete am 25.3.2018. Die Themen des online Tantrakongresses  2018 sind: Der Orgasmus, Ekstase und Bewusstsein & die Tantramassage. Alles was es darüber zu wissen gibt, wird mit wundervollen Experten in diesem Kongress diskutiert. Einen kleinen Eindruck über uns mach dir gern im YouTubeTrailer.

 

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